• Karl Mayr

OA 169 - Der "Tannberg Rundweg" in Lochen

Aktualisiert: Apr 19

Der Tannberg mit einer Höhe von 786 m bildet die höchste Erhebung in unserem Bezirk und befindet sich genau an der Grenze zwischen den Bundesländern Salzburg und Oberösterreich. Auch die ehemalige Staatsgrenze zwischen dem Erzstift Salzburg und dem Herzogtum Bayern bzw. ab 1779 dem österreichischen Staatsgebiet verlief auf diesem Waldrücken. Beim „eisernen Brückl“ im Tannbergwald stießen die Gerichte Neumarkt, Mattsee, Friedburg und Braunau zusammen und es wurden hier Malefikanten (Missetäter oder Verbrecher) von den Pflegegerichten Mattsee und Neumarkt an die Bayern ausgeliefert.


Der ca. 13 km lange Rundweg mit Panoramablick verläuft zum größten Teil im Gemeindegebiet von Lochen am See, ist für einen gemütlichen Halbtagesmarsch geeignet und führt teilweise durch Waldgebiete, was besonders in den Sommermonaten gute Abkühlung bietet. Der Wegeverlauf „Tannbergweg“ ist mit gelben Hinweistafeln sehr gut an jeder wichtigen Gabelung beschildert, ist jederzeit frei zugänglich und bietet Einkehrmöglichkeiten in der Ortschaft Tannberg und ca. zur Halbzeit am Gasthof beim Gipfel. Der überwiegende Anteil führt über Asphalt und Schotterstraßen. Da aber kurze Wegstrecken über steilere Waldpfade führen, die auch matschig sein können, ist festes Schuhwerk zu empfehlen.


Der Ausgangspunkt ist die Informationstafel im Zentrum von Lochen, auf welcher der Weg Nr. 3 „Tannbergweg“, aber auch andere Wanderwege beschrieben sind. Parkmöglichkeiten gibt es beim oder hinter dem Gemeindeamt. Dort ist auch eine e-mobil Ladestation vorhanden. Interessant ist hinter dem Gemeindeamt auch der Ausgangspunkt zum Friedenskreuzweg, den die Volksschüler der Gemeinde Lochen errichtet haben.


Wir gehen vorbei an der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt nach rechts auf die Keltenstraße. An den Linden, die am 4. Oktober 1908 zum 60-jährigen Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Josef gepflanzt wurden, gehen wir auf der Tannbergstraße nach Stullerding und vorbei an Gunzing zur Ortschaft Tannberg. Dort besteht eine Einkehrmöglichkeit im neu errichteten Land-Cafe Rathmacherhof.


Kurz nach der Ortschaft Tannberg ist an einer Weggabelung der Tannbergweg beschildert. Hier halten wir uns rechts und folgen dem Weg in den Wald. Nach einer Viertelstunde steht zur Freude der Kinder eine kleine Burg am Wegesrand, liebevoll erbaut vom Lochner Mesner Johann Maderegger. Stetig ansteigend geht es anschließend durch den Lochner Wald auf den Tannberg.


Immer der Beschilderung folgend, ist das Gipfelkreuz des Tannberges nach einer guten Stunde erreicht. Im Gastgarten des Gasthauses Tannberg (montags, dienstags Ruhetag) genießt man einen atemberaubenden Ausblick über das Salzburger Seenland bis in die nördlichen Kalkalpen hinein. Ein Blick, von dem bereits der Schriftsteller Carl Zuckmayer schwärmte. Das herrliche Panorama, das sich bei klarem Wetter vom Tannberg bietet, reicht im Osten vom Traunstein, den markanten Spitzen des Schafberges, dem Dachstein, Tennen- und Hagengebirge, Untersberg bis zu den Chiemgauer Alpen mit Staufen, Zwiesel, Kampenwand und Wendelstein. Jahrhunderte lang stand hier das „hochfürstlich salzburgische Jagdhaus“. Dieses wurde mehrmals umgestaltet und in die heute weitum bekannte Gaststätte verwandelt.


Die in einigen Beschreibungen erwähnte Aussichtsplattform „Lochen-Blick“ habe ich nicht gefunden. Man kann aber auf Lochen hinunterblicken, wenn man vom Gipfel in Richtung Osten auf der Asphaltstraße ca. nach 300 m links auf einen Waldweg einbiegt und diesem folgt, bis sich der Wald lichtet und den Blick in das benachbarte Innviertel freigibt.

Der Rückweg führt durch den Lochner Wald über Petersham und Feldbach zum Ausgangspunkt nach Lochen am See.



Das wär doch was?

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