• Karl Mayr

OA 149 - Zum Heilbrünnl in St. Radegund

Wenn man mit dem PKW anreist, so parkt man diesen am besten beim Gemeindeamt St. Radegund. Von dort gehen wir die Straße in Richtung Tarsdorf kurz zurück zur Plaiknerkapelle, und biegen ein auf den 1-er Weg. Dieser leitet links am Plaiknerhof vorbei den Güterweg aufwärts. Beim Haus Radegund 11 endet der Asphalt. Das nächste Gehöft, an dessen Rückseite der Weg vorbei führt, ist das ehemalige Wohnhaus der Familie Franz Jägerstätter. Heute ist das „Leherbauerhaus“ eine Begegnungs- und Gedenkstätte und ein stilles Mahnmal gegen die Gräuel des Nationalsozialismus.

Über den Wiesenrücken spazieren wir nun gemeinsam mit dem Via Nova-Weg abwärts zur Straße, wo uns dieser nach links verlässt, während wir geradeaus entlang der blauen 1 zum Hof Hadermarkt 14 (schöner, alter Vierseithof) weiter marschieren. Nun links durch den Wald auf eine Lichtung mit einigen Bauernhöfen. Klein-Schwabenlandl nennt sich die kleine Ansiedlung. Wir schwenken links in den Schotterweg ein und erreichen bei der renovierten Hubertuskapelle die Verbindungsstraße St. Radegund nach Ach, wo wir von der blauen 1 auf den rot markierten Weitwanderweg 810 überwechseln.

Wir folgen dieser Straße in nördlicher Richtung durch den Weilhartforst, bis wir nach ca. 1 km in einen links abzweigenden Waldweg einbiegen. Allmählich wird der Weg schmäler. Zusätzlich zur roten Markierung sind nun auch Wegweiser zum „Heilbrünnl“ angebracht, welches wir nach einem kurzen Abstieg erreichen.

Die bei Augenleiden geschätzte Quelle sprudelt aus dem Inneren einer darüber erbauten Marienkapelle. Zahlreiche Votivbilder mit Dankesschreiben zeugen von ihrer Heilkraft. Am idyllischen Vorplatz laden Bankerl zur Rast und Andacht.

Mit dem Abstieg ans Salzachufer (365 m) erreichen wir den tiefsten Punkt unserer Wanderung. Vom Bergwald gegenüber grüßt das Kloster Raitenhaslach. Wir folgen nun dem Treppelweg über Flusskilometer 17 aufwärts in die Werfenau. Mit Schilf bestandene Wiesengründe erinnern noch an die ehemalige Ansiedlung. Zwischen km 19 und km 21 wird der Weg zum Pfad, die Au zum Urwald. Riesige Buchen und Silberweiden wechseln einander ab, dazwischen immer wieder Biotope mit moderndem, von Moosen bewachsenem Totholz. Weitere 500 m aufwärts gelangen wir nach der Forstmarkierung 99 zu einer Linde mit der Hochwassermarke 2002. Hier verlassen wir die Salzach, folgen links dem Auweg zum Forsthaus Lohjörgl (Schwabenlandl 1) und steigen geradeaus durch den Waldgraben aufwärts (bei einer gelbroten Markierung links hoch) zur Kirche.

Die Kirche St. Radegund steht am Ende des Dorfes auf einem steil abfallenden Waldhang. Sie ist von einem Friedhof mit schönen, schmiedeeisernen Kreuzen umgeben. Das Grab Franz Jägerstätters befindet sich gleich neben dem Eingang der Kirche.


Gehzeit: ca. 3 1/4 Stunden. Anstiege: 100 m. Wegbeschaffenheit: Güter-, Wald und Auwege, nicht durchgehend markiert.


Das wär doch was?

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