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  • Karl Mayr

OA 182 - Die Mühlbachrunde in Überackern

Aktualisiert: 8. Dez. 2023


Die Gegend um Überackern zählt zu den ältesten Siedlungsgebieten im Bezirk Braunau, in denen Illyrer, Kelten, Römer und Bajuwaren heimisch waren. Der Ortsname Überackern wird urkundlich zwischen 748 und 788 erstmals in einer Schenkungsurkunde an das Hochstift Passau erwähnt.

Die älteste Schreibweise des Ortsnamens Überackern lautet „Uparach“ und bedeutet „über der Ache“, also jenseits der Salzach. Überackern gehörte ja früher zum Lebens- und Kulturraum der am bayerischen Salzachufer gelegenen Orte Haiming, Piesing und Neuhofen, mit denen man durch eine seit vorgeschichtlicher Zeit bestehende Flussüberfuhr verbunden war und bekam von dort aus seinen Namen „über der Ache“.

Seit Gründung des Herzogtums Bayern bis 1779 war der Ort bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals Innbaiern) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört Überackern seit 1814 endgültig zu Oberösterreich.

Neben der Pfarrkirche zum Hl. Petrus im Ortszentrum findet man ausreichend Parkplätze und die Informationstafel für die vier Freizeitwege durch der Gemeinde Überackern.

Informationstafel gegenüber der Pfarrkirche mit den 4 Freizeitwegen

Es werden die Mühlbachrunde (rot) mit 6,4 km Länge, die Mühltalrunde (grün) mit 3,6 km, die Salzachrunde (gelb) mit 11,1 km und die Kreuzlindnerrunde (blau) mit 5,2 km Länge angeboten. Alle Wanderwege sind mit Pfeilen in der jeweiligen Farbe gekennzeichnet.

Wir gehen die Mühlbachrunde den roten Pfeilen folgend vom Ortszentrum in Richtung Osten und kommen schon nach wenigen Metern zur Kneippanlage Thomasquelle. Das Wassertret-Becken, Armbecken und der Barfußweg laden zum Kneippen und gemütlichem Verweilen in der überdachten Laube ein.


Kneippanlage Thomasquelle

Weiter geht es auf dem Kirchenweg zur Obermüllerkapelle, zugehörig zur etwa 50 m entfernten Obermühle. Von hier aus kann man auch einen Abstecher den Spiegelwirtsberg hinauf zum Aussichtspunkt Mühlstein unternehmen.


Obermüllerkapelle

Wir gehen weiter an der Mittermühle vorbei zur Piesingermühle, einer Mühle mit einer tausendjährigen Geschichte, und schwenken dort nach rechts ein.


Die Piesinger Mühle mit tausendjähriger Tradition

Übrigens, man trifft hier auf das Thema Mühlen sehr häufig und wer sich für Mühlen näher interessiert, kann sehr Wissenswertes im Buch "Mühlen in Überackern" von Fr. Karin Huber nachlesen.

An der Piesingermühle vorbei wandern wir entlang des Mühlbaches auf einem romantischen Gehweg zum Prinzenweiher. Wir biegen nach links ein und kommen beim Pumpwerk auf den Damm.


Der Prinzenweiher

Nach ca. 1,5 km sehen wir beim Hildegardhof einen Kreuzweg, der nach einem tragischen Unfall 2022 errichtet wurde und zur Laneckerkapelle führt. Interessant auch der Grenzstein aus dem Jahr 1820. Das Land hat ja hier oft die Seiten gewechselt.

Kreuzweg zur Laneckerkapelle
Grenzstein aus 1820

Dem Damm entlang schwenken wir nach ca. 1 km links ein und kommen auf schmalen Wegen wieder zurück ins Ortszentrum.


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