OA191 - Die Ernstingermühle, die Paulimühle und die Müller Franzl Mühle
- Karl Mayr
- 5. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Dez. 2025
Die Ernstingermühle
Das Ernstinger Bachl entspringt neben dem Knaben-Bauernhof in Ernsting Nr. 15 und mündet ca. 100 Meter unterhalb der Bachmühle in den Mühlbach.
Die Ernstingermühle ist 1939 stillgelegt worden. Eine kleine Landwirtschaft war auch dabei. Die Besitzer waren zumindest seit 165 Jahren die Fam. Kreil.
Die Paulimühle
Aus dem Mühlenkatalog von Karl Stauber ist zu entnehmen:
Die zweite Mühle im Quellgebiet des Ernstingerbach gehörte vor längerer Zeit zum BäckerFranzl-Bauernhof. Ein gewisser Dieß oder Dies war im Jahre 1814 Müller und Bäcker und Besitzer der Paulimühle.
Die Familie Dieß könnten auch schon früher Besitzer der Paulimühle und Bäckerei gewesen sein. Eine ganz kleine Landwirtschaft war 1914 dabei. Der damalige Besitzer und Müller musste 1914 in den Ersten Weltkrieg einrücken und ist vom Krieg nicht mehr zurückgekommen. Seit dieser Zeit steht diese Mühle still und die Mühleinrichtung ist abgebaut worden.
Der Sägewerksbesitzer Michael Messerklinger, der Großvater des Zimmermeisters Franz Messerklinger, der in Ernsting lebt, kaufte diesen Besitz auf.
Die Müller Franzl Mühle
Am Steinbach an der Salzachleiten stand die kleine Müllner Franzl Mühle. Sie gehörte vor ca. 145 Jahren zum Anwesen des Kagerlbauer in Simling. Die Mühle ist seit ca. 1905 – 1915 nicht mehr in Betrieb, die Mühleneinrichtung wurde abgetragen.
Johannes Bichler berichtet: „Durch den Kauf des Kagerlbauer Mühlengebäudes von Franz Kainzbauer ca. 1890 entstand der neue Hausname „Müllner Franzl“. Am 28.6.1923 wurde die Mühle an Friedrich Bichler und Johanna Blüml übergeben. Deren Sohn, Friedrich Bichler erbaute ab 1959 das jetzige Wohngebäude oberhalb der Straße. Meine Frau Karin und ich haben das Haus in dritter Generation im Jahr 1991 übernommen“.
Karin Bichler kann sich noch an das alte Mühlenhaus erinnern: „Ich kam vor 35 Jahren hierher und kann mich noch an die Restmauern des Mühlenhauses erinnern. Die Schwiegereltern haben noch darin gewohnt. Die Schwiegermutter hat mir erzählt, das Mühlenhaus war aus Tuffstein erbaut, damit es nach einem Hochwasser schneller austrocknete. Und es war oft Hochwasser. Manchmal so hoch, dass das Wasser bis zur Decke stand. Die Kredenz und alle Möbel fielen dann um und lagen kreuz und quer im Zimmer. Das Vieh musste in dieser Zeit beim Kagerlbauer untergebracht werden.

Dann ist die Ettenauer Straße verlegt worden und mein Schwiegervater Friedl Bichler hat die Chance genutzt, um eine Rodungsgenehmigung angesucht und oberhalb der neuen Straße vor 60 Jahren neu gebaut.
Irgendwann in den 1990 Jahren haben wir dann die Restmauern des Mühlenhauses abgetragen. Den Mühlstein haben wir ausgegraben und zur Hütte, die damals schon zur Mühle gehörte, gelegt.“





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