• Karl Mayr

OA 128 - Die Hipf Kapelle

Unterhalb des Hipfbauern Gutes in Sinzing, gleich nach der Einfahrt in den Stubmühlenweg, steht weithin sichtbar, behütet von 3 hohen Lärchen, die Hipf Kapelle.

Nach den Aufzeichnungen der heutigen Besitzerin Katharina Schmied wurde die Kapelle im Jahre 1838 von Anna Maria Hipf (geboren 1798) und Felix Spitzauer (geboren 1797) erbaut. Den Erzählungen nach, sollen die Erbauer sehr christliche Leute gewesen sein und pilgerten sogar nach Lourdes. Vielleicht wurde deshalb die Kapelle der Jungfrau Maria geweiht.

Der Eingang mit seinem Rundbogen, die Verzierungen mit Stuck und die Dachform sind typisch für den Baustil im späten Barock. In der Giebelmauer ist eine Öffnung ausgelassen, die für den Lichteinfall auf den Altar genau um 12 Uhr Mittag ausgerichtet ist. Bemerkenswert auch der Spruch auf der Außenwand über der Türe: „Gehe nicht vorbei mein lieber Christ, dass Du nicht sprichst, Gelobt sei Jesus Christ.“

Das Innere der Kapelle ist mit einem einfachen Betschemel und vier Bänken aus Holz auf einem Steinpflaster ausgestattet. Die blaue Decke symbolisiert den Himmel. Im Zentrum des Himmels ein Gemälde mit dem auferstandenen Christus.

Der Altar ist mit einem Eisengitter verschlossen, auf dem am unteren Träger die Jahreszahl der Erbauung „18EH38“ eingraviert ist. Am Altartisch stehen eine Marienstatue und eine Maria in der Lourdes-Grotte, verziert mit Blumenschmuck und Kerzen. Unter dem Altar ein Bildnis armer Seelen mit dem Spruch „Erbarmet euch unser, mit einem Vater unser.“

Die Instandhaltung, die Versorgung der Kapelle mit Blumenschmuck und die Reinigung erfolgt schon seit vielen Jahren durch Katharina Schmied und ihrer Mutter, denen an dieser Stelle dafür ein herzlicher Dank ausgesprochen wird.

Seit 1978 wird jedes Jahr, am letzten Mittwoch im Mai, von der Goldhaubengruppe Ostermiething eine Maiandacht im feierlichen Rahmen abgehalten.



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