• Karl Mayr

OA 169 - Das Kreuz in Lohen wurde restauriert

Es ist schon 30 bis 40 Jahre her, als die neue Ettenauer Bezirksstraße gebaut wurde und das damalige Kreuz dort im Wege stand und abgebaut wurde. Das Kreuz lag dann ca. 20 Jahre auf dem Dachboden der Fam. Maier, vulgo Kotlechner, bis der damalige Pfarrer Alfons Einsiedl, der das gewusst hatte, gefragt hatte, ob man das Kreuz wieder aufstellen könnte.

Der Kotlechner hatte schon vorgehabt, eine neue Straße zu seinen Wiesen in Lohen zu errichten und hat schließlich zugesagt, dass Kreuz dort aufzustellen. Er hat das Kreuz auch damals schon, das war so vor 15-20 Jahren, restaurieren lassen und der damalige Bürgermeister Josef Bartlechner hat eine Eiche dazu gespendet, die anfangs auch wunderschön gewachsen ist.



Leider ist diese schöne Eiche vor ein paar Jahren dürr geworden und Herbert Höck, Dietrichsfeld, hatte die Idee einen neuen Baum zu pflanzen. Damit nicht immer der Bauer die Kosten tragen muss, hat er in der Siedlung Dietrichfeld herumgefragt, ob das jemand unterstützen würde. Es hat nicht lange gedauert, dann wäre genug Geld für den Baum vorhanden gewesen, aber es war ja der Herrgott auch nicht mehr in bestem Zustand.

So entstand bald gemeinsam mit Staffel Georg die Idee, auch den Herrgott zu restaurieren und es konnte Auer Wolfgang aus Braunau, der Denkmalbeauftragte vom Land OÖ, gewonnen werden, den aus Gusseisen hergestellten Herrgott zu restaurieren. Auer stellte nur die Auflage, dass die Figur entrostet und zweimal mit Rostschutzfarbe grundiert wird. Die Restaurierung war bald abgeschlossen und zu aller Freude ist dann die Rechnung für die Restaurierung günstiger ausgefallen als angenommen. Da alle in der Siedlung bei der Spendensammlung mitgemacht hatten und auch noch zusätzlich der Kotlechner einen erheblichen Betrag gespendet hatte, konnte sowohl der neue Baum als auch die Restaurierung bezahlt werden und es konnte sogar noch ein erheblicher Betrag gespendet werden.


Für den Baum hat Herbert Höck eine Akazie vorgeschlagen, ein besonderes, sehr hartes, widerstandsfähiges Holz, welches früher zur Herstellung von Fässern oder bei den Sägewerken beim Gatter und bei den Schleifböcken verwendet wurde. Das Akazienholz hat sich mit Schweinsfett zur Schmierung gut vertragen, besser als das Eichenholz, welches Blau- und Gerbsäure enthält und daher ausgefärbt hat. Daher wurde der Schleifbock, wo der Gatter hin und hergefahren ist, aus Akazienholz gefertigt. Es wurden früher viele Akazien gepflanzt, z.B. steht auch bei der Weitfeldkapelle eine Akazie oder zur (ehemaligen) Molkerei wurde die ganze Allee mit Akazien gepflanzt. Leider ist der Baum in Vergessenheit geraten und das hat Herbert Höck und seine Freunde motiviert, in Lohen beim Kreuz einen solchen Baum zu pflanzen, welcher ein „Bienenfreund“ und in der Blütezeit wunderschön anzuschauen ist.


Das restaurierte Kreuz konnte dann Anfang März 2020 aufgestellt werden. Das Vorhaben eine Maiandacht abzuhalten, musste leider wegen der Einschränkungen zum Corona Virus verworfen werden. Aber vielleicht ergibt sich in nächster Zeit eine Gelegenheit das Kreuz einzuweihen.


Es freut uns sehr, dass engagierte Bürger unserer Gemeinde immer wieder sich dieser kleinen „Juwele“ unserer Gegend annehmen und zu neuem Glanz erstrahlen lassen. Vielen Dank dafür. Vielleicht gibt es noch mehr solche erfreulichen Aktionen, die nicht selbstverständlich sind und bekannt gemacht werden sollten? Zuschriften bitte an Karl.Mayr@ostermiething-aktiv.at.

5 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen